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Rezension

Ein Überfall; eine jähe Eingebung, etwas sei anders, auch wenn nichts klar umrissen ist und keine Rötung irgendeines Körperteils die plötzliche Ahnung bestätigt. Die Lebensumstände sind günstig, im Ausblick ist das Meer, und es glänzt und wäre noch gestern Garant für einen verheißungsvollen Tagesbeginn gewesen. Doch eine Macht zieht ihn zum Tod, in dessen Klang Erlösung liegt, die keinem verständlich ist, da man außenstehend die Not nicht begreift. Die Klippe fällt steil ab, der Grund lockt mit seinem Versprechen, und nur die Furcht hält ihn ab, den Sturz zu wagen. Sie schrillt auf und gebiert panisch Vernunftgedanken: Der Tod könne auch nicht eintreten; ebenso möglich wäre eine lebenslange Lähmung, eine jahrzehntelange Fesselung an den Körper – weil er einst bei Sonnenschein, in blühender Landschaft dem Drang nachgab, sich von selbigem loszusagen. In dieser Weise beginnt Matt Haigs schlankes Buch, in dem er seine individuelle Leidensgeschichte preisgibt und in einer Ehrlichkeit, die sich durch sämtliche Zeilen zieht, gleich zu Anfang konstatiert, dass es jenes gar nicht geben dürfte, weil er sich in dunklen Stunden mit einer Übermacht konfrontiert sah, die ihn beinah erfolgreich ins ewige Nichts gezogen hatte. Ruhig und facettenreich führt Haig aus, wie er die Depression niederringen konnte und verspricht – nun als Sieger – seinen Leidensgenossen, was auch er dazumal für unmöglich hielt: das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels. Hier kann das Buch angesehen und erworben werden:
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Ein Überfall; eine jähe Eingebung, etwas sei anders, auch wenn nichts klar umrissen ist und keine Rötung irgendeines Körperteils die plötzliche Ahnung bestätigt. Die Lebensumstände sind günstig, im Ausblick ist das Meer, und es glänzt und wäre noch gestern Garant für einen verheißungsvollen Tagesbeginn gewesen. Doch eine Macht zieht ihn zum Tod, in dessen Klang Erlösung liegt, die keinem verständlich ist, da man außenstehend die Not nicht begreift. Die Klippe fällt steil ab, der Grund lockt mit seinem Versprechen, und nur die Furcht hält ihn ab, den Sturz zu wagen. Sie schrillt auf und gebiert panisch Vernunftgedanken: Der Tod könne auch nicht eintreten; ebenso möglich wäre eine lebenslange Lähmung, eine jahrzehntelange Fesselung an den Körper – weil er einst bei Sonnenschein, in blühender Landschaft dem Drang nachgab, sich von selbigem loszusagen. In dieser Weise beginnt Matt Haigs schlankes Buch, in dem er seine individuelle Leidensgeschichte preisgibt und in einer Ehrlichkeit, die sich durch sämtliche Zeilen zieht, gleich zu Anfang konstatiert, dass es jenes gar nicht geben dürfte, weil er sich in dunklen Stunden mit einer Übermacht konfrontiert sah, die ihn beinah erfolgreich ins ewige Nichts gezogen hatte. Ruhig und facettenreich führt Haig aus, wie er die Depression niederringen konnte und verspricht – nun als Sieger – seinen Leidensgenossen, was auch er dazumal für unmöglich hielt: das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels. Hier kann das Buch angesehen und erworben werden: