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Unzählige Bücher, Filme und Schauspiele haben den Wahnsinn des Holocaust thematisiert. Bei Lesern respektive Zusehern lösen sie – verständlicherweise – neben Unglauben sowie Zweifeln am Menschen und seiner Menschlichkeit oftmals eine gewisse Art innerer Lähmung aus, die im günstigsten Falle wie etwas Lästiges abgeschüttelt werden kann, im schlimmsten jedoch nihilistische Überzeugungen gebiert oder, sofern vorhanden gewesen, weiter befeuert. Dem bekannten österreichischen Psychologen Viktor Frankl ist jedoch das Kunststück gelungen, seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern in seinem hier vorgestellten Werk dermaßen einzigartig wiederzugeben, dass man sich bei selbst geringem Einfühlungsvermögen einer emotionalen Regung schwer wird erwehren können. Im Versuch, eine gewisse Distanz aufrechtzuerhalten, berichtet er zwischen persönlicher und analytischer Ebene pendelnd von Schicksalen längst verblichener Gefangener, die sich dem Tod entweder ergaben oder erbittert gegen ihn kämpften – und manchmal sogar gewannen – grausamen, aber auch gutherzigen Wachen und einer Willkür des schieren Zufalls, die heutzutage beinahe unmöglich vorzustellen ist. Vor allem aber ist dieser Bericht ein Monument der Hoffnung, ein Appell, auch unter schrecklichsten Bedingungen den Mut aufzubringen, weiterzuleben und seinen Überzeugungen treu zu bleiben – ungeachtet der Aussicht, ein besseres Morgen jemals erleben zu dürfen. Schlussendlich entfaltet sich auf den letzten Seiten noch ein Theaterstück der besonderen Art, in dem drei Philosophen ein Konzentrationslager besuchen und ihre eigene Hilflosigkeit begreifen, da sie den Sinn des Lebens niemandem vermitteln können, der ihn für sich nicht selbst bereits gefunden hat. „… trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist zweifellos ein Buch, an das man sich erinnert; das man in scheinbar trostlosen Momenten gerne wieder hervorholt und aufs Neue liest; das aufgrund seiner Kürze zwar schnell gelesen, aber in seiner Bedeutung schwer vergessen wird.   Hier kann das Buch angesehen und erworben werden:  

Rezension

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Unzählige Bücher, Filme und Schauspiele haben den Wahnsinn des Holocaust thematisiert. Bei Lesern respektive Zusehern lösen sie – verständlicherweise – neben Unglauben sowie Zweifeln am Menschen und seiner Menschlichkeit oftmals eine gewisse Art innerer Lähmung aus, die im günstigsten Falle wie etwas Lästiges abgeschüttelt werden kann, im schlimmsten jedoch nihilistische Überzeugungen gebiert oder, sofern vorhanden gewesen, weiter befeuert. Dem bekannten österreichischen Psychologen Viktor Frankl ist jedoch das Kunststück gelungen, seine Erlebnisse in den Konzentrationslagern in seinem hier vorgestellten Werk dermaßen einzigartig wiederzugeben, dass man sich bei selbst geringem Einfühlungsvermögen einer emotionalen Regung schwer wird erwehren können. Im Versuch, eine gewisse Distanz aufrechtzuerhalten, berichtet er zwischen persönlicher und analytischer Ebene pendelnd von Schicksalen längst verblichener Gefangener, die sich dem Tod entweder ergaben oder erbittert gegen ihn kämpften – und manchmal sogar gewannen – grausamen, aber auch gutherzigen Wachen und einer Willkür des schieren Zufalls, die heutzutage beinahe unmöglich vorzustellen ist. Vor allem aber ist dieser Bericht ein Monument der Hoffnung, ein Appell, auch unter schrecklichsten Bedingungen den Mut aufzubringen, weiterzuleben und seinen Überzeugungen treu zu bleiben – ungeachtet der Aussicht, ein besseres Morgen jemals erleben zu dürfen. Schlussendlich entfaltet sich auf den letzten Seiten noch ein Theaterstück der besonderen Art, in dem drei Philosophen ein Konzentrationslager besuchen und ihre eigene Hilflosigkeit begreifen, da sie den Sinn des Lebens niemandem vermitteln können, der ihn für sich nicht selbst bereits gefunden hat. „… trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist zweifellos ein Buch, an das man sich erinnert; das man in scheinbar trostlosen Momenten gerne wieder hervorholt und aufs Neue liest; das aufgrund seiner Kürze zwar schnell gelesen, aber in seiner Bedeutung schwer vergessen wird. Hier kann das Buch angesehen und erworben werden: