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Rezension

Was von seichteren Zeitgenossen gerne belächelt wird, ist tatsächlich eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung, die in gravierenden Fällen häufig zum Tod führt: Niemand, der noch nie ein andauerndes Gefühl der Wert- und Sinnlosigkeit von Leben und Welt verspürt hat, kann die Abgründe klinischer Depression auch nur näherungsweise nachvollziehen, geschweige denn befähigt sein, den Betroffenen vermeintlich gute Ratschläge zu geben, die vom Empfänger zwangsläufig zynisch konnotiert vernommen werden. Aus diesem Grund entlastet neben ärztlicher, psychologischer oder psychotherapeutischer Behandlung vor allem der Austausch mit Leidensgenossen die Seele – sei dies nun in spezifischen Gruppen oder auch einseitig durch das geschriebene Wort. Matthew Johnstones schwarzer Hund ist längst zum Kultsymbol geworden: Mit liebevollen Illustrationen verdeutlicht Johnstone, wie er seiner Depression – durch den Hund versinnbildlicht – Herr werden und sie schließlich niederringen konnte. Er schildert Situationen, die jedem Erkrankten wohlvertraut sind und schafft es gerade mithilfe der unschuldig-kindlichen Zeichnungen, dem dämonisch wirkenden Schatten etwas Beherrschbares zu verleihen. „Mein schwarzer Hund“ ist ein Buch, das man in schweren Stunden hervorholt und Trost findet, wenn die Welt aufs Neue in düsterste Farben getränkt ist. Es ist der Beweis, dass man gewinnen kann, egal wie groß der Hund zeitweise erscheint – da es eben nur ein Hund ist, den man ungewollt an der Leine führt, und kein Monster. Hier kann das Buch angesehen und erworben werden:
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Was von seichteren Zeitgenossen gerne belächelt wird, ist tatsächlich eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung, die in gravierenden Fällen häufig zum Tod führt: Niemand, der noch nie ein andauerndes Gefühl der Wert- und Sinnlosigkeit von Leben und Welt verspürt hat, kann die Abgründe klinischer Depression auch nur näherungsweise nachvollziehen, geschweige denn befähigt sein, den Betroffenen vermeintlich gute Ratschläge zu geben, die vom Empfänger zwangsläufig zynisch konnotiert vernommen werden. Aus diesem Grund entlastet neben ärztlicher, psychologischer oder psychotherapeutischer Behandlung vor allem der Austausch mit Leidensgenossen die Seele – sei dies nun in spezifischen Gruppen oder auch einseitig durch das geschriebene Wort. Matthew Johnstones schwarzer Hund ist längst zum Kultsymbol geworden: Mit liebevollen Illustrationen verdeutlicht Johnstone, wie er seiner Depression – durch den Hund versinnbildlicht – Herr werden und sie schließlich niederringen konnte. Er schildert Situationen, die jedem Erkrankten wohlvertraut sind und schafft es gerade mithilfe der unschuldig-kindlichen Zeichnungen, dem dämonisch wirkenden Schatten etwas Beherrschbares zu verleihen. „Mein schwarzer Hund“ ist ein Buch, das man in schweren Stunden hervorholt und Trost findet, wenn die Welt aufs Neue in düsterste Farben getränkt ist. Es ist der Beweis, dass man gewinnen kann, egal wie groß der Hund zeitweise erscheint – da es eben nur ein Hund ist, den man ungewollt an der Leine führt, und kein Monster. Hier kann das Buch angesehen und erworben werden: