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Rezension

Ohne Zweifel haben die Erkenntnisse der westlichen Medizin besonders im Laufe der letzten Jahrzehnte nicht nur unsere durchschnittliche Lebenserwartung, sondern im gleichen Maße auch unsere physische Gesundheit erhöht – wenngleich wir dank eines vermehrt bequemen, sorglosen Lebensstils beständig daran arbeiten, letzterer entgegenzuwirken. Jedoch: Dem Großteil der Erkrankungen wird versucht, mittels Medikamenten, Tabletten, Pillen jeglicher Art beizukommen, deren Nebenwirkungen keinesfalls zu unterschätzen sind und dort Schäden verursachen, wo zuvor eitle Wonne geherrscht hatte. Und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass zunehmend mehr Menschen der Allgemeinmedizin kritisch gegenüberstehen und nach Alternativen suchen, die sowohl schonender als auch gleichermaßen effektiv sind.  Der französische Psychiater David Servan-Schreiber befasste sich mit diesen Bedenken weitaus eingehender als das Gros seines Standes, dem alternativmedizinische Herangehensweisen zumeist als Scharlatanerie und Humbug erscheinen. Erfahrungen aus dem privaten wie auch beruflichen Umfeld ermutigten ihn, sich zu fragen, aus welchem Grund manche Menschen ungeachtet ihres finanziellen Status oder sonstigen Markern, die gerne als Erfolgsmaß herangezogen werden, wesentlich ausgeglichener und zufriedener ihren Alltag bestreiten als andere, deren Umstände von außen betrachtet weit weniger problematisch sind.  Servan-Schreiber gelang es, Zusammenhänge zwischen Körper und Geist anschaulich darzustellen: Anhand diverser Einzelbeispiele stellt er ohne übermäßig akademischen Jargon wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vor, die leicht zu befolgen sind und die, einmal implementiert, zu einem guten Leben beitragen – weshalb dieses Buch nicht nur für Depressionskranke zu empfehlen ist.    Hier kann das Buch angesehen und erworben werden: